Chile
Mehr als 4000 Kilometer ist Chile lang, im Durchschnitt aber nur 180 km breit. Eine eigenartige Form hat daher das Land, das zwischen den Anden im Osten und dem Pazifik im Westen liegt. Von der Atacama-Wüste im Norden bis zum ewigen Eis der Antarktis bietet Chile beinahe sämtliche Klima-Zonen und geografischen Gegebenheiten. Entsprechend unterschiedlich gestaltet sich auch das Leben in den verschiedenen Teilen des wirtschaftlich solide aufgestellten Landes. Innerhalb Lateinamerikas gilt Chile als wirtschaftspolitischer Musterschüler. Schon seit Jahren betreibt die Regierung eine konsequente Freihandelspolitik. Diese führt in erster Linie zum Erfolg der Exportwirtschaft. Hier setzt man vor allen Dingen auf Stabilität.
Auf dem Weltmarkt profitiert Chile von der erhöhten Nachfrage nach Kupfer. Es ist das wichtigste Exportprodukt des Landes.
Die Wirtschaft ist also weiterhin im Aufwind und glaubt man den Trends, so soll dies auch in nächster Zeit so bleiben. Daher können Wirtschaftsexperten und Arbeitsmarktkenner sich kaum erklären, warum die Arbeitslosigkeit noch immer so hoch ist. Die Arbeitsmarktstatistiken haben in den letzten Jahren kaum einen Rückgang registrieren können.
Nach der Pinochet-Diktatur ist Chile einen unaufhörlichen Weg in Richtung Demokratie gegangen. Seine Erfahrungen mit der Umwandlung von einer Diktatur zu einer Demokratie ist mittlerweile auch international gefragt. So waren zum Beispiel chilenische Berater als Wahlhelfer im Irak tätig. Ferner befinden sich chilenische Soldaten innerhalb einer Uno-Friedenstruppe in Haiti.
Unbestrittenes wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum ist die Hauptstadt Santiago. Auch die meisten Auswanderer, die nach Chile kommen, lassen sich hier nieder. Die ländlichen Gegenden sind eher dünn besiedelt.
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