Was zählt mein Arbeitszeugnis im Ausland?
Was zählt mein Arbeitszeugnis im Ausland?
Im der heutigen Zeit ist es fast schon Mode, einmal im Ausland gearbeitet zu haben. Hier gewinnt man oft einen neuen Einblick im eigenen Arbeitsbereich, es entstehen neue Fragen zum Arbeiten betreffenden Themen und es werden neue oder auch einfach andere Antworten gefunden. Wer also besonders erfahren sein will und andere Perspektiven im eigenen Arbeitsfeld für interessant und bildend findet, der geht für kurz oder lang in ein anderes Land.
Doch wer im Ausland arbeiten möchte, braucht entweder gute Kontakte oder, neben den meist erwünschten, sehr guten Sprachkenntnissen, Referenzen und Arbeitszeugnisse. Da bei einer Bewerbung im Ausland oftmals keine direkten Fragen zum Arbeiten gestellt werden können und vor allem der Arbeitgeber selten eine Chance hat, den zukünftigen Mitarbeiter persönlich kennen zu lernen, sind aussagekräftige Arbeitszeugnisse hier besonders wichtig.
Obwohl nirgendwo soviel Wert auf das Arbeitszeugnis gelegt wird, wie in Deutschland, wird es mittlerweile in vielen Ländern eingefordert. Besonders an Orten, die für einen Auslandsaufenthalt sehr beliebt sind. Denn meist kann nur darüber verglichen und erkannt werden, welcher Bewerber das nötige Know-how für den Job mitbringt. Die auf den Zeugnissen ersichtlichen Fähigkeiten werden mit den Anforderungen abgeglichen, der mögliche neue Arbeitnehmer sollte besonders gut zum Profil des Unternehmens passen.
Doch auch bei den Arbeitszeugnissen können Fragen entstehen. So erschweren die Sprachunterschiede das Herauslesen der Stärken und Schwächen des Bewerbers. In Deutschland verwendete Ausdrücke, wie \"stets zu unserer vollsten Zufriedenheit\" können zwar genauso übersetzt werden, werden aber in anderen Ländern anders ausgedrückt. Am besten ist hier also, einen Profi die Zeugnisse übersetzen zu lassen oder eventuell Erklärungen beizufügen. Vorteilhaft wäre, wenn der Ex-Arbeitgeber zum deutschen ein zweit-sprachiges Arbeitszeugnis erstellen (lassen) kann.
Ansprechpartner bei Fragen zum Arbeiten im Ausland sowie zum Erstellen von Bewerbungen und Übersetzen der eigenen Referenzen sind natürlich Beratungsagenturen. Auch das Internet hilft oft weiter. Wenn einem der Job allerdings wirklich wichtig ist, sollte man sich nicht scheuen, die Fragen zum Arbeiten sowie zu den Bewerbungsunterlagen direkt beim eventuell zukünftigen Unternehmen zu stellen.
Zusätzlich sollte der Bewerber bereit sein, über sich und seine Arbeitszeugnisse direkt Auskunft geben zu können. Denn oft kann es passieren, dass interessierte Arbeitgeber noch einmal telefonisch nachfragen und sich bestimmte, ihnen wichtige Aussagen, erklären lassen wollen.
Wer hier gerne und ohne Hemmungen erzählt, ohne dabei privat zu werden, kann dabei meist punkten und sich wahrscheinlich über einen der, mittlerweile oft überfragten, Arbeitsplätze im Ausland freuen.
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